Liebe Jenenser und Jenaer,

sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe, Sie konnten in der Sommerzeit nicht nur Sonne, sondern auch Energie tanken und viele schöne Stunden verbringen. Das jedenfalls wünsche ich Ihnen.

Vor fünf Jahren hielten Sie schon einmal so einen Brief in der Hand. Das damalige Versprechen lautete: „Jena gemeinsam durchstarten“. Dieser Brief stammte nicht von mir, sondern vom damaligen Kandidaten und heutigen Oberbürgermeister. Er wollte einen gründlichen Politikwechsel im Jenaer Rathaus. Ein guter Ansatz! Leider blieb es dann lediglich bei einer Idee. Ich will es besser machen – und das haben Sie im Mai 2024 selbst in der Hand.

Doch der Reihe nach: Mein Name ist Stephan Wydra, verheiratet, 46 Jahre alt, Arzt und Familienvater. Ich bewerbe mich hiermit bei Ihnen um das Amt des Oberbürgermeisters unserer Stadt Jena:

Als ich vor vielen Jahren aus beruflichen Gründen nach Jena kam, zog mich unsere lebendige „kleine Großstadt“ im grünen Herzen Deutschlands in ihren charmanten Bann – mit renommierter Universität, breitem Kindergarten- und Schulangebot, altehrwürdiger Innenstadt. Meiner mittlerweile sechsköpfigen Familie ist Jena längst Heimat geworden, meine Kinder sind schulisch, kulturell, sportlich tief in unserer Saalestadt verwurzelt.

Ich selbst bin Oberarzt in Bad Berka vor den Toren der Stadt, war aber zuvor viele Jahre in leitender Funktion in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen in Jena tätig. Die vielen liebenswerten Facetten unserer schönen Stadt sind mir daher bestens bekannt.

Das gilt aber auch für die Herausforderungen, mit denen das tägliche Leben in Jena verbunden ist. Als Berufspendler und bei Fahrten innerhalb der Stadt kenne ich das Verkehrschaos aus eigener Erfahrung. Ob es die angespannte Parkplatzsituation ist, die Staus zu fast allen Tageszeiten, der ausbaufähige Nahverkehr, überfüllte Züge für Pendler oder noch immer unzureichende Radwege – überall wird sichtbar, dass sich die Verkehrsprobleme unserer Stadt trotz der Ankündigung vor fünf Jahren nur marginal verändert haben.

In zahlreichen Gesprächen mit Bürgern und Unternehmern gesellen sich rasch weitere, ständig wiederkehrende Themen hinzu: Ansprechender Wohnraum für die vielen Fach- und Führungskräfte, die wir zur Sicherung unseres wirtschaftlichen Erfolgs nach Jena holen wollen ist ebenso knapp wie bezahlbare Wohnungen für dringend benötigte Arbeitskräfte, die weniger Budget fürs Wohnen zur Verfügung haben. Ausreichend Angebote für Azubis und Lehrlinge sind Fehlanzeige, genügend Gewerbeflächen ebenso.

Bildungspolitisch haben sich spätestens in den Corona-Jahren große Lücken gezeigt, die Minderheitsregierung in Erfurt schafft aktuell noch weitere Verschärfungen: Ob die ideenlose Verwaltung des Lehrermangels oder der Abbau politischer Bildung durch Streichung des Sozialkundeunterrichts – all das wirkt auch in eine starke Schulstadt wie Jena hinein. Die Stundenausfälle haben ein Ausmaß erreicht, das ich mir für das einstige Bildungsland Thüringen nie er(alb)träumt hätte.

Liebe Mitbürger, es gibt noch viele Themen, die Sie und mich beschäftigen. Daher mein Angebot: Sprechen Sie mit mir darüber! Ich bin bereits seit Monaten im Stadtgebiet auf Achse, besuche Ortsteile, Vereine, Unternehmen, spreche auf Veranstaltungen mit vielen Menschen und vereine meine Themen mit den Ihren.

In vielen Jahren beruflicher Tätigkeit habe ich gelernt, wichtige Aufgaben und Projekte selbst in die Hand zu nehmen und für ihre Umsetzung zu sorgen. Kurzum: Ich mache die Themen zur Chefsache. Im Frühjahr 2024 entscheiden Sie mit Ihrer Stimme, ob Jenas Zukunft eine starke Führung braucht oder Ankündigungen und Willensbekundungen ausreichen. Denn nicht Wollen, sondern Machen und Können entscheiden.